24.03.2017 — 20:00 Uhr — Lesung Don Qui­jo­te.
Der ers­te Roman der Welt­ge­schich­te ist von Miguel Cer­van­tes süd­lich von Madrid ange­sie­delt wor­den. Hier hat er zum ers­ten Mal den Namen sei­nes Hel­den zu Papier gebracht und einen kon­ser­va­ti­ven Hidal­go in die Welt­ge­schich­te ein­ge­rückt, des­sen idea­lis­ti­sches Aske­ten­tum noch heu­te fas­zi­niert. Die Welt ist aus den Fugen, for­mu­liert Zeit­ge­nos­se Shake­speare, aber blin­der Fun­da­men­ta­lis­mus als Lösung? Mit unüber­hör­bar iro­ni­schem Unter­ton fabu­liert Cer­van­tes, selbst Auf­käu­fer für die spa­ni­sche Kriegs­flot­te, eine Welt des Miss­trau­ens, Tei­lens und hin­ter­häl­ti­gen Aus­tei­lens. Es ist mehr als der­ber baro­cker Spaß, was dem Rit­ter von der trau­ri­gen Gestalt widerfährt. 
Ste­phan Zör­nig hat sich 400 Jah­re nach Cer­van­tes´ Tod auf Spu­ren­su­che bege­ben. Sein Rei­se­be­richt schil­dert anschau­lich, wo sich der Jun­ker von der trau­ri­gen Gestalt bewegt hat zwi­schen mann­haf­tem Wol­len und törich­ter Verstrickung. 
Die deut­schen Text­pas­sa­gen trägt der Schau­spie­ler Hans Hel­ler vor, es beglei­tet der Gitar­rist und Arran­geur Fer­di­nand Feil auf der spa­ni­schen Gitar­re. So wird der Abend zu einem eben­so amü­san­ten wie lehr­rei­chen Don Qui­jo­te-Abend, was nicht ganz leicht ist und doch so fas­zi­nie­rend bei einem selbst­er­nann­ten Kämp­fer um Ehre und Gerech­tig­keit – eines Kämp­fers, den es so nie gege­ben hat, und den doch jeder kennt. In Koope­ra­ti­on mit dem
Künst­ler­haus Ohlen­dorff­turm, Am Ohlen­dorff­turm 36 

(Anmel­dung erbe­ten unter Tele­fon 040 – 319 66 33 oder info@hans-heller.de
Ein­tritt: 12 € (10 € ermä­ßigt für Mit­glie­der des Kul­tur­Werks und Auszubildende)